UNSERE PROJEKTE

WAS WIR AKTUELL TUN

Unsere Projekte verändern sich laufend - denn sie nehmen ihren Ausgangspunkt in aktuellen Herausforderungen und orientieren sich an den Bedürfnissen von Menschen mit Fluchterfahrung.

Aktuell liegen die Schwerpunkte unserer Arbeit auf der ganzheitlichen Unterstützung von Vertriebenen aus der Ukraine, der Bekämpfung von Ernährungsarmut von Menschen mit Fluchterfahrung sowie der Förderung von Kreislaufwirtschaft zur Bekämpfung von materieller Not von armutsbetroffenen Personen.

COMMUNITY CENTER

Wer vor Krieg fliehen und vieles in der Heimat zurücklassen musste, braucht mehr als nur Sicherheit und ein Dach über dem Kopf.

Wir finden, dass es Zeit ist, in der Unterstützung von Flüchtenden neue Wege zu gehen. Zeit, um nicht nur das Nötigste zu tun, sondern das Möglichste - gemeinsam, solidarisch & menschlich.

Deshalb schaffen wir seit Januar 2023 im Community Center gemeinsam mit Vertriebenen aus der Ukraine eine Gemeinschaft, die sie unterstützt - egal ob sie länger in Österreich bleiben oder in ihre Heimat zurückkehren werden.

Die Vision des Community Centers ist es, einen Ort zu schaffen, an dem sich Menschen, die aus der Ukraine vertrieben wurden, willkommen fühlen.  Einen Ort, der ihnen ein besseres Leben in Wien ermöglicht. Einen Ort der Begegnung, der Chancen und der Hoffnung. Einen Ort, der ein Stück von dem ersetzt, was sie zurücklassen mussten: eine Gemeinschaft, in der sie sich zuhause fühlen.

Mehr über das Community Center und seine Angebote erfahrt ihr hier. Wenn ihr Teil dieses Projekts werden oder uns mit Spenden unterstützen möchtet, findet ihr hier weitere Informationen.

Das Community Center erhält im Jahr 2026 leider keine Förderung mehr. Um das Projekt weiterführen zu können, sind wir dringend auf Spenden angewiesen.

Wir freuen uns auch über Firmen, die ein Sponsoring für das Community Center übernehmen möchten und damit die Zukunft dieses wichtigen Projekts sichern!

COMMUNITY MEALS

Während sich tausende in Armut lebende Menschen in Wien keine ausgewogenen warmen Mahlzeiten leisten können, entsorgen Cateringunternehmen täglich fertige Speisen, die aufgrund von zu großen Produktionsmengen übrig bleiben.

Wir haben in den letzten Jahren ein Netzwerk an Unternehmen aufgebaut, die genussfähige fertige Speisen weitergeben, anstatt diese zu entsorgen. An sieben Tagen pro Woche holen Freiwillige die Speisen und Lebensmittel bei den weitergebenden Unternehmen ab – insgesamt rund 120.000 kg im Jahr.

Im Community Center für Vertriebene aus der Ukraine werden die gespendeten Speisen genutzt, um mit Freiwilligen wöchentlich rund 1.600 Portionen kostenloses warmes Mittag- und Abendessen für aus der Ukraine geflüchtete Personen auszugeben.

So werden nicht nur Lebensmittelabfälle vermieden, sondern auch der Hunger von Menschen in Armut gestillt und Mangelernährung – insbesondere bei Kindern und alten Menschen – entgegengewirkt.

Mit dem Projekt Community Meals konnten bisher bereits mehrere tausend Personen erreicht werden. Auch im Jahr 2025 konnte das Projekt Dank einer Abfallvermeidungs-Förderung der Sammel- und Verwertungssysteme für Verpackungen fortgesetzt werden.

TAFELARBEIT

Während die Inflation der letzten Jahre v.a. die Preise für Grundnahrungsmittel hat ansteigen lassen, wurde die Unterstützung im Rahmen der Grundversorgung jahrelang nicht valorisiert. In Folge steigt für Menschen mit Fluchterfahrung die Herausforderung, mit zu geringen finanziellen Mitteln die Versorgung mit Nahrung zu finanzieren, von Monat zu Monat an.

Während der Kauf von Lebensmitteln für tausende Menschen mit Fluchterfahrung, denen im Rahmen der Grundversorgung max. 260€ monatlich zur Verfügung stehen, eine große Herausforderung darstellt, entsorgen Produzent*innen und Handel täglich große Mengen an Lebensmitteln, die nicht verkauft werden können.

Durch den Beitritt in den Verband der österreichischen Tafeln wurde im Januar 2024 der Grundstein gelegt, um die Tafelarbeit von Train of Hope weiter zu entwickeln und die Weitergabe von Lebensmitteln an Menschen mit Fluchterfahrung auszubauen.

Im vergangenen Jahr konnten bereits rund 6.000 Personen mit über 300.000 kg kostenlosen Lebensmitteln, Hygieneprodukten und Tiernahrung unterstützt werden.

Während die Weitergabe von gespendeten Lebensmitteln anfangs im Rahmen von bestehenden Projekten - u.a. im Community Center für Vertriebene aus der Ukraine - erfolgt ist, haben wir im Jahr 2025 eine eigene Tafel-Ausgabestelle für Menschen mit Fluchterfahrung geschaffen.

 

FOOD OF HOPE

Im Rahmen des Projekts „Food of Hope – Tafel für Geflüchtete“ haben wir Anfang des Jahres 2025 eine Ausgabestelle zur Weitergabe von gespendeten Lebensmitteln an Menschen mit Fluchterfahrung etabliert.

Denn bestehende Unterstützungsangebote können den gestiegenen Bedarf von armutsbetroffenen Personen nicht mehr decken – nicht zuletzt auch, da in den letzten dreieinhalb Jahren zehntausende Vertriebene aus der Ukraine die Anzahl der Personen mit Unterstützungsbedarf vervielfacht haben.

Unsere Tafel für Geflüchtete richtet sich an Menschen mit Fluchterfahrung in Grundversorgung, die aufgrund der zu geringen finanziellen Mittel zusätzliche Unterstützung durch gespendete Lebensmittel benötigen.

In der Ausgabestelle werden gespendete und gerettete Lebensmittel weitergegeben. Der Fokus liegt auf Grundnahrungsmitteln, Kühl- und Tiefkühlware sowie haltbaren Lebensmitteln. Ergänzt wird das Angebot um Hygieneprodukte, Babybedarf und Tiernahrung.

Dank einer Abfallvermeidungs-Förderung der Sammel- und Verwertungssysteme für Verpackungen konnte im Frühjahr 2025 das nötige Inventar angeschafft werden, um die Ausgabestelle auszustatten.

Interessierte erhalten an den Standorten im 15. & 23. Bezirk Informationen zur Anmeldung für die Lebensmittelausgabe.

SOCIAL CYCLE

Jedes Jahr landen in Österreich unzählige Tonnen Textilien und Möbel im Müll – obwohl viele davon noch nutzbar wären. Das Projekt SocialCycle setzt genau hier an und verwandelt das, was andere wegwerfen, in etwas Wertvolles: Hilfe für Menschen in Not und einen Beitrag für unsere Umwelt.

Das Projekt verfolgt dabei ein klares Ziel: Textilien und Möbel weiterverwenden, anstatt sie zu entsorgen – und damit das Leben von Menschen mit Fluchterfahrung zu verbessern, Ressourcen zu schonen und Flüchtenden den Neustart in Österreich zu erleichtern.

Neben der Weitergabe von Textilien und Möbeln werden im Rahmen des Projekts regelmäßig Upcycling-Workshop angeboten. In diesen Workshops entstehen mit Fokus auf Kreativität, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft aus alten Dingen neue Lieblingsstücke.

Das Projekt SocialCycle wird am Standort In der Wiesen 5a im 23. Bezirk umgesetzt. Die Weitergabe von Kleidung findet derzeit zweimal pro Woche statt - Mittwoch von 16:00-18:00 Uhr und Sonntag von 11:00-14:00 Uhr. 
 
Anfragen bei Bedarf an Möbeln können während der Öffnungszeiten mitgeteilt oder an office@trainofhope.at geschickt werden.
 
Das Projekt "Social Cycle" wird im Rahmen einer Förderung für Kreislaufwirtschafts-Projekte aus Mitteln des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie unterstützt.
 

COMMUNITY GARDEN

Menschen mit Fluchterfahrung erleben zunehmend, in Österreich nicht willkommen zu sein, während gleichzeitig von ihnen verlangt wird, dass sie sich möglichst schnell integrieren.

Öffentliche Integrationsangebote konzentrieren sich dabei zu oft nur auf die Teilaspekte Sprache, Bildung und Arbeit und sind vom Prinzip „Integration durch Leistung“ geprägt. Dabei bleiben vor allem jene Menschen, die dem Leistungsdruck nicht gewachsen sind oder schlichtweg nicht die persönlichen Voraussetzungen mitbringen, um rasch Leistungserfolge erbringen zu können, auf der Strecke.

Menschen, die nach Österreich geflohen sind, finden hier auch nicht automatisch eine neue Heimat vor, sondern müssen sich diese erst aneignen. Dazu braucht es niederschwellige Angebote, die nicht Leistung, sondern soziale Teilhabe in den Mittelpunkt stellen und einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Es braucht Orte, an denen sie sich willkommen fühlen, an denen Begegnung und Austausch ermöglicht werden und an denen sie aktiv mitgestalten können.  

Deshalb haben wir im Jahr 2018 auf einem ehemaligen Gärtnereigelände im 23. Bezirk Wiens größten interkulturellen Gemeinschaftsgarten eröffnet.

Bis zu 250 Familien mit und ohne Fluchthintergrund haben hier in den letzten Jahren die Möglichkeit erhalten, Gemüse und Kräuter anzubauen und somit eine Brücke zwischen ihrer alten und neuen Heimat zu bauen.  

Das Projekt Community Garden wurde im Jahr 2025 erneut ohne Förderung - und dadurch in verkleinerter Form - umgesetzt. Wir freuen uns über Privatpersonen und Firmen, die eine Spendenpatenschaft für dieses Projekt übernehmen und somit den Bestand des Community Gardens absichern.